Aktuelles aus Allershausen

Der Bürgermeister informiert - Mai 2017

Liebe Mitbürgerinnen,
liebe Mitbürger,

„Im April mit seinen Launen,
kann man über manches staunen;
Regenguss und Sonnenschein,
auch der Schnee gesellt sich drein.“

 

Dieser Reim vom deutschen Schriftsteller und Aphoristiker Oskar Stock hat das Wetter in diesem April haargenau getroffen. Hatten wir Anfang des Monats teilweise noch über 20° C, so war die zweite Hälfte durch nahezu durchgehenden Regen, vermischt mit Schnee und Minusgraden, geprägt.
Hoffentlich hat dieses Wetter unseren Obstbäumen, vor allen den Apfelblüten, nicht gänzlich den Garaus gemacht!

Die Bauarbeiten zu unserer neuen Ortsmitte neigen sich dem Ende entgegen. Nach gegenwärtigem Kenntnisstand (Ende April) ist mit der vollständigen Herstellung nach dem Bauzeitenplan bis Mitte/Ende Mai zu rechnen – sofern nicht irgendwelche negativen Auswirkungen (v. a. durch schlechtes Wetter) noch Verzögerungen herbeiführen. Ich denke, das Endergebnis, vor allem wenn es grünt und blüht, wird Sie alle begeistern und wir werden das Ereignis auch noch gebührend feiern! Der Termin und das „wie“ stehen allerdings noch nicht fest.
Wir werden Sie auf jeden Fall alle dazu einladen.

Auch das frisch renovierte Kriegerdenkmal strahlt in neuem Glanz.
Der „neue“ Standort ist der „alte“! Als 1921 das Kriegerdenkmal zum ersten Mal errichtet wurde, stand es mehr oder weniger genau am jetzigen Standort!
Nebenbei bemerkt: Der Standort sowie die Ausführung waren vorab mit der Vorstandschaft des Krieger- und Soldatenvereines abgesprochen.
Und auch hier denke ich, es ist mehr als gelungen!

Die vollständige Breitbandversorgung der gesamten Gemeinde Allershausen mit mindestens 30 Mbit bis sogar 200 Mbit steht vor der endgültigen Realisierung. In der letzten Sitzung des Gemeinderats im April wurde nach dem von der Firma Corwese durchgeführten Auswahlverfahren das Angebot der Telekom Deutschland GmbH beschlossen. Jetzt fehlt nur noch die Genehmigung des Förderantrags durch die Regierung von Oberbayern, um den Kooperationsvertrag abzuschließen. Die gutachterliche Bewertung der Firma Corwese, vertreten durch Herrn Michael Räbiger, hat das erfreuliche Ergebnis ergeben, dass die Wirtschaftlichkeitslücke nur 86.000 Euro beträgt. Davon muss die Gemeinde nur einen Anteil von rund 50 % selber tragen. Die vorangegangene Kostenschätzung hatte eine wesentlich höhere Deckungslücke ergeben. Aber dadurch, dass die Firma Telekom in Allershausen bereits sehr stark vertreten ist, hat sich diese deutlich geringere Summe ergeben.
Ein Wermutstropfen ist allerdings, dass es bis zur endgültigen Realisierung leider noch bis zu 24 Monate dauern kann, da, wie es Herr Räbiger in der Sitzung ausdrückte, derzeit ganz Bayern „umgegraben“ wird. Wir werden jedoch versuchen, vor allem wegen der in Leonhardsbuch ansässigen Firmen, den Bau zu einem früheren Zeitpunkt voranzutreiben.

Aufgrund des vorher durchgeführten Brandschutzkonzeptes wurde vom Gemeinderat auch beschlossen, im Gemeindekindergarten zur Brandschutzertüchtigung die Innentüren zu erneuern. Auch für die damit verbundenen Trockenbauarbeiten wurde der Auftrag vergeben.
Das wird sich die Gemeinde rund 16.000 Euro kosten lassen.

Wie ich Ihnen bereits berichtet hatte, wird in unsere Schule wieder sehr viel Geld investiert und im Zusammenhang mit der jeweiligen Dacherneuerung über der Aula und dem „Südbau“ wird auch u. a. die gesamte Elektroinstallation im Laufe der nächsten drei Jahre auf Vordermann gebracht. Dazu hat in der letzten Aprilsitzung der Gemeinderat die Vergabe für 10 Gewerke mit einem Gesamtkostenaufwand von über 600.000 Euro beschlossen. Erfreulich dabei ist, dass wir mit der Vergabesumme rund 80.000 Euro unter der Kostenberechnung liegen.
In dieser Summe sind aber noch nicht die Kosten für die beiden Photovoltaikanlagen auf den Dächern enthalten. Diese werden sich auch noch einmal auf mehrere hunderttausend Euro belaufen.
Diese Maßnahmen wurden schon vor längerer Zeit vom Gemeinderat aufgrund des vorliegenden Energienutzungskonzepts sowie des Beitritts der Gemeinde Allershausen zur Energiewende im Landkreis Freising beschlossen.

Die Sitte, jemanden „in den April zu schicken“ stammt wahrscheinlich aus Frankreich, wo
Karl IX im Jahre 1564 den damaligen Neujahrstag vom 1. April auf den 1. Januar vorverlegte. Dadurch fielen am 1. April die Neujahrsgeschenke weg. Solcher Art um die Geschenke gefoppt, foppt man seither andere, indem man sie zum Narren hält:

„Kameras an der Jobsterstraße“!
Oh Gott ...

Ein ganz besonders fleißiger Leserbriefschreiber aus der Nachbargemeinde Kranzberg hatte sich davon foppen lassen, die Sache für bare Münze genommen und sie für echt gehalten!
Und sogar Beschwerde bei der Kommunalaufsicht des Landratsamt Freising eingelegt.
Dabei muss ich zugeben: Die Attrappe war wirklich täuschend echt!
Zudem hatte sie sogar den zwar nur vorübergehenden - dafür aber umso positiveren - Effekt, dass sich doch der ein oder andere rücksichtslose Zeitgenosse davon abhalten ließ, die für den Kfz-Verkehr gesperrte Straße mit seinem PKW zu nutzen.
Ich beglückwünsche den/die nach wie vor unbekannten „Täter“ zu dieser Idee und zur profimäßigen Realisierung ganz herzlich!

In der Sitzung am 11. April musste ich leider Frau Christine Kreß aus dem Gemeinderat verabschieden. Sie hatte aus persönlichen Gründen darum gebeten, aus dem Gremium entlassen zu werden.
Christine Kreß war seit Mai 2002 Mitglied des Gemeinderates. Ferner war sie engagiert als Mitglied des Finanzausschusses, Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Stellvertreterin in der Gemeinschaftsversammlung, Sprecherin des Arbeitskreises „Ü60“, sowie Mitglied im Arbeitskreis Kinderbetreuung Allershausen.
Sie war immer bereit, Verantwortung zu übernehmen und nicht nur vorzuschlagen oder etwas anzuregen, sondern auch zu tun! Sie war mir gegenüber immer loyal und hilfsbereit und stand mir mit Rat und Tat zur Seite. Aber sie hat auch nie mit Kritik hinter dem Berg gehalten und immer ihre Meinung deutlich geäußert.
Ich wünsche ihr für die Zukunft alles Gute!

Soweit für dieses Mal,

Ihr
Rupert Popp

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