Aktuelles aus Allershausen

Der Bürgermeister informiert - Oktober 2017

Liebe Allershausenerinnen,

 

liebe Allershausener,

der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 12. September 2017 nunmehr die Weichen zur Errichtung eines Hauses für Betreutes Wohnen in Allershausen gestellt. In diesem Haus sollen Senioren, die vielleicht ihr bisheriges Heim, evtl. noch mit Garten, nicht mehr so bestellen oder bewirtschaften können oder wollen wie gewohnt, weiterhin ein selbstbestimmtes Leben im Alter führen können.

In dieser Sitzung hat der Gemeinderat die während der erneuten Auslegung eingegangenen Stellungnahmen, Bedenken und Anregungen der Behörden und ihrer Fachstellen sowie der Privatleute beschlussmäßig behandelt und den geänderten Bebauungsplan als Satzung beschlossen.

Damit ist grundsätzlich der Weg zum Bau frei – zunächst!

Dass in unserer Gemeinde dafür ein sehr großes Interesse besteht, belegen allein die über 50 Anfragen – fast alle aus Allershausen – die dazu bei der Kirchenverwaltung und beim Investor eingegangen sind!

In wieweit jetzt aber tatsächlich mit dem Bau begonnen werden kann ist noch ungewiss, da für diejenigen privaten Einwender, die mit dem Bau nicht einverstanden sind, immer noch der Weg einer sogenannten „Normenkontrolle“ offen steht. Das bedeutet, dass diese Einwender evtl. ein Klageverfahren anstrengen können, um damit die Einrichtung zu verhindern.

Ob eine Klage Sinn macht und zum „Erfolg“ führt, bleibt dahin gestellt.

Aber, wie es so schön heißt: „Auf hoher See und vor deutschen Gerichten ist man in Gottes Hand.“

In einer Sondersitzung im Februar dieses Jahres hat der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss zur LED-Umrüstung der gesamten Straßenbeleuchtung gefasst. Das ist ein weiterer aktiver Beitrag der Gemeinde zur Energiewende und zum Klimaschutz.

Ein offizieller Auftrag dazu wurde bisher noch nicht erteilt, weil die Gemeinde überlegt, evtl. die gesamte Straßenbeleuchtung in Eigenregie zu übernehmen. Das käme unter Umständen für uns deutlich günstiger und wir haben von der Bayerwerk AG dazu bereits ein Angebot zum Kauf der Lampen eingeholt.

In der letzten Sitzung wurde deshalb die Firma Brochier aus Nürnberg beauftragt, das Angebot sowie die staatlichen Fördermittel zu prüfen.

Es ist normal nicht meine Art, die Ergebnisse bei Kommunal-, Landtags-, Bundestags- und Europawahlen zu kommentieren, aber ein paar Sätze zur letzten Bundestagswahl kann ich mir diesmal nicht verkneifen.

Das Ergebnis mit rund 13 Prozent, das eine - um es vorsichtig auszudrücken - rechtspopulistische Partei eingefahren hat, und das evtl. auf die Themen Migration, soziale Gerechtigkeit, Bildung, Arbeit, Rente, Ganztagsbetreuung, Kriminalität etc. zurückzuführen ist, kam anscheinend für die etablierten Parteien, vor allem die „großen Volksparteien“, völlig überraschend und gänzlich unerwartet?

Die ersten Kommentare und Statements dazu drückten deren Entsetzen aus.

Wenn man erst da „entsetzt“ war, dann frage ich mich, wurden im Vorfeld – ja schon Monate vorher war das meines Erachtens absehbar – die Wahlprognosen nicht gelesen? Sind sie schon so weit von der Wählerschaft entfernt, dass sie überhaupt nicht mehr wissen, welche Probleme den „kleinen Mann“ drücken?

Oder sind sie so naiv und ignorant?

Ich weiß es nicht, aber das macht mir doch langsam aber sicher erhebliche Sorge.

Unabhängig davon erlaube ich mir, mich bei allen Wahlhelfern ganz herzlich für ihre Bereitschaft und ihr Engagement am Wahlsonntag zu bedanken!

Ganz besonders danke ich wiederum Margot Ziegler, Marion Schweiger und unserem Geschäftsleiter Hans Vachal sowie den anderen beteiligten Mitarbeiterinnen aus der Verwaltung für die wiederum sehr gute Vorbereitung und Abwicklung der Wahl!

Der Sommer ist vorbei, der Winter naht (für Insider: frei nach „GoT“) und die Anzeichen dafür sind überall erkennbar. Das Laub hat sich gefärbt, die Blätter fallen schon von den Bäumen, die Temperaturen sind gesunken und die ersten heftigen Stürme haben vor allem Deutschlands Norden heimgesucht.

Ob hier die alte Bauernweisheit „Sitzt im Oktober das Laub noch fest am Baum, fehlt ein strenger Winter kaum.“ greift, ist derzeit noch nicht abzusehen.

 

Soweit für dieses Mal,

Ihr 

Rupert Popp

  

P.S.: Die neu überarbeitete und wie ich finde, sehr gut gelungene Gemeindebroschüre ist jetzt fertig, wurde an alle Haushalte verteilt und ist ab sofort, ebenso wie der neue Orts-Faltplan, im Rathaus erhältlich!

 

 

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