Aktuelles aus Allershausen

Der Bürgermeister informiert - April 2018

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

was ich in der letzten Ausgabe der Allershausener Nachrichten befürchtet hatte, ist nunmehr eingetreten: Der Winter mit Schnee und Kälte ist nochmal gerade „rechtzeitig“ zum Frühlingsbeginn zurückgekehrt! 

Unabhängig davon denke ich aber, er wird nicht mehr lange durchhalten.

In seiner Sitzung Anfang Februar hat der Gemeinderat wieder die finanziellen Weichen für dieses Jahr gestellt. Positiv ist, dass die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr vermutlich erneut leicht steigen werden. Die Gewerbesteuer wird aller Voraussicht nach dieses Jahr die 3 Mio. Marke übertreffen. Sehr erfreulich ist, dass die Einkommenssteuer – die größte und verlässlichste Einnahmequelle der Gemeinde – weiter ansteigen wird. Kurios dazu ist, dass wir heuer nach vielen Jahren erstmals wieder eine sogenannte „Schlüsselzuweisung“ vom Staat erhalten, die sage und schreibe 430,-- € (in Worten: vierhundertdreißig!) beträgt - und voraussichtlich in vier Raten ausbezahlt wird!
Ein Großteil dieser Einnahmen wird von der Kreisumlage mit deutlich über 3 Mio. € aufgezehrt. Hoch ist auch die Gewerbesteuerumlage mit knapp 600.000,-- € angesetzt, die ebenfalls unsere Einnahmen schmälert.

Das Gesamthaushaltsvolumen wird heuer, trotz der geplanten Investitionsmaßnahmen, unter den Haushaltsansätzen des Vorjahres bei knapp 20 Mio. € liegen. Das bedeutet gegenüber 2017 ein Minus von über 2 Mio. €.

Finanziell steht die Gemeinde nach wie vor gut da, aber ich werde nicht müde darauf hinzuweisen, dass das kein Freibrief für die Zukunft ist!
Sehr hohe Ausgaben stehen uns durch die künftige Erschließung des Neubaugebiets „Eggenberger-Feld-Süd“ sowie die Sanierung der Kesselbodenstraße mit Erneuerung der Wasserleitung in den nächsten Jahren bevor.

Am 29. Januar fand bereits zum 17. Mal der Empfang der Vereine und Ehrenamtlichen mit Sportlerehrung im Großen Sitzungssaal des Rathauses statt.
Zusammenfassend möchte ich das in dem einen Satz konzentrieren, der von unserem Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe aus dem „Faust I“ stammt: „So ehre denn, wem Ehre gebührt!“
Liebe „Ehrenamtler“, wir wissen, was wir an euch haben, aber natürlich auch, was wir euch schuldig sind: Daher alljährlich dieser Empfang als kleines Dankeschön.
Und auch Sportler haben wieder das ihre dazu beigetragen, dass nicht nur der Verein oder die Abteilung, sondern darüber hinaus auch der Name unserer Gemeinde positiv in der Öffentlichkeit genannt worden ist.
Auch dafür meinen Dank.
Und wie jedes Jahr darf ich mich auch bei all denen bedanken, die zur Vorbereitung, zur Organisation und zur Durchführung dieses Abends beigetragen haben!

Die vom Staatlichen Bauamt Freising geplante Instandsetzung bzw. Sanierung der Glonnbrücke in Allershausen wirft ihre Schatten voraus!
Aber nicht so dramatisch, wie ich eigentlich gedacht, ja befürchtet hatte.
Zumindest wenn wir nach den Wortmeldungen bei der Zentralbürgerversammlung beim Fuchswirt gehen. Ganze sechs Fragen und Anregungen gab es zu diesem Thema an den anwesenden und verantwortlichen Planer des Staatlichen Bauamtes, Herrn Albert Frost.
Eigentlich ging ich davon aus, dass der junge Mann mit Fragen und vielleicht sogar Vorwürfen bombardiert würde, da während der voraussichtlichen Bauzeit von mindestens vier Monaten von Ende Mai bis Anfang oder Mitte September Allershausen sozusagen in zwei Hälften geteilt wird, mit allen damit verbundenen Schwierigkeiten.
Dem war aber nicht so.
Ich verweise hier auf den Artikel in der Ausgabe der Allershausener Nachrichten!
Überhaupt gab es bei der im Gasthaus Fuchswirt in Allershausen durchgeführten ersten Bürgerversammlung in diesem Jahr fast keinerlei Fragen, Beschwerden oder Hinweise auf Probleme.

Zum Sachstand „Betreutes Wohnen“ in Allershausen ist anzumerken, dass die 2. Änderung des Bebauungsplans „Ampertalstraße“, in dessen Umgriff das Bauvorhaben realisiert werden soll, bereits seit Anfang Dezember rechtskräftig ist. Der eingereichte Bauantrag liegt dem Landratsamt in Freising schon seit Ende November zur Genehmigung vor.
Am 19. Februar erhielt ich jedoch „Post“ vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof! Danach sollte ich binnen zwei Wochen ab Zustellung dieser Mitteilung Stellung nehmen zu dem „Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung nach § 47 Abs. 6 VwGO“ – so der Fachjargon.
In diesem Verfahren wird beantragt, dass durch den Erlass einer einstweiligen Anordnung die 2. Änderung bis zur Entscheidung über den noch zu erhebenden Normenkontrollantrag eines unmittelbaren Nachbarn außer Vollzug gesetzt wird.
Ich habe deshalb ebenfalls sofort eine Rechtsanwaltskanzlei eingeschaltet, die zwischenzeitlich ausführlich zu den Vorwürfen Stellung genommen hat.
Eine Entscheidung steht noch aus. Wie diese ausfällt, dazu kann man derzeit noch keine Aussage machen, denn wie schon mein Vorgänger Heinrich Winkler immer sagte: „Auf hoher See und vor deutschen Gerichten ist man in Gottes Hand.“

Am Samstag, 10. März, fand dieses Jahr wieder die „Aktion saubere Landschaft“ statt. Erfreulich in dem Zusammenhang ist, dass sich wieder sehr viele Helfer daran beteiligten, vor allem sehr viele Kinder und Jugendliche. Ich hoffe und gehe davon aus, dass zumindest diese Kinder und Jugendlichen sich aufgrund der bei der Aktion gemachten Erfahrungen künftig anders verhalten als die Zeitgenossen, die für diesen Müll verantwortlich sind!
Herzlichen Dank an alle Helfer, vor allem an Euch, liebe Kinder, an die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Allershausen sowie an Herrn Goldbrunner und Herrn Bosch von der Verwaltung und unsere Bauhofmitarbeiter!

Damit will ich es für dieses Mal bewenden lassen.

Ihr

Rupert Popp

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